Wunderbare Weihnachts-Werbung

Tanzende Lebkuchenmänner, laute Technomusik oder Unterhaltungen in Gebärdensprache: Pünktlich zu Weihnachten haben die großen Unternehmen wieder riesige Werbekampagnen gestartet, um Ihre Produkte zu vermarkten. Dabei setzen sie auf ganz unterschiedliche Faktoren, um die TV-Zuschauer für sich zu gewinnen. Wir haben uns einige der großen Weihnachts-Werbespots angesehen und stellen euch die besten und außergewöhnlichsten aus diesem Jahr vor.

Ganz vorne ist auch diesmal wieder die Weihnachtswerbung von Edeka dabei. In dem Spot „Wie viel Weihnachten darf es sein“ können die Kunden in einer Edeka-Filiale an einer Waage auswählen, wie weihnachtlich die Dekoration in dem Laden aussehen soll. Vom Weihnachtsmuffel bis hin zum absoluten Fan: Alle probieren die Waage einmal aus und verändern dadurch die Einrichtung. So fahren schlussendlich Lebkuchenmänner auf Rollschuhen durch die Gänge, spielen Engel Geige und tanzen Nussknacker zu dem Gesang eines Chors. Durch die übertriebene, aber sehr detailreiche Darstellung kommt sofort Weihnachtsstimmung auf und der Zuschauer wird von der guten Laune angesteckt. Sehr kitschig, aber sehenswert!

Auf die großen Emotionen setzen dieses Jahr Penny, Lidl und Rewe. In allen drei Werbespots stehen Kinder im Vordergrund und es werden aktuelle, bewegende Themen angesprochen. Bei Penny gibt eine alleinerziehende Mutter alles, um ihrem Kind trotz wenig Geld eine große Freude zu machen. Mit dem Titel „Weihnachten braucht nicht viel. Nur Liebe.“ ist eigentlich schon alles gesagt. Am Ende gibt es natürlich ein Happy End. Lidl hingegen dreht unter dem Motto „Kids Gone“ einen Spot, der einen zum Nachdenken anregt. Als an Weihnachten ihre Familien streiten, beschließen die Kinder, alleine zu feiern und laufen davon in eine magische Welt, die für die Eltern nicht erreichbar ist. Warum sie am Ende allerdings trotzdem alleine feiern, ist kritisch zu hinterfragen. Rewe macht in dem Weihnachtsspot „Kindern ein Lächeln schenken“ auf die eigene Kampagne „Ja zu mehr Vielfalt“ aufmerksam und sammelt so Spenden für diese. Es geht um ein Mädchen, welches Zeichensprache übt, um mit einem taubstummen Jungen spielen zu können. Der Spot ist sehr emotional und rührend.

Ganz anders sieht der Clip von Aldi aus. Unter dem Hashtag #aldibrauchtbass ist zu Techno-Beats eine große Lichtanimation an einem Gebäude zu sehen. Am Ende stellt sich heraus, dass es sich um eine geschmückte Aldi-Filiale handelt. Hier überzeugen vor allem der Überraschungseffekt und die ungewöhnliche Vorgehensweise.

Auch andere große Unternehmen können mit ihren Spots bei den Zuschauern punkten. Ob ein kleiner animierter Weihnachtswichtel (Manor), singende Pakete (Amazon), eine emotionale Kundenbefragung (Nordgreen), eine #funkstillenacht ohne Handys (Tedi), ein Aufruf, sein Talent zu teilen (Apple) oder ein Handy als Verbindung über große Distanzen an Weihnachten (Samsung). Sie alle schaffen es, den Zuschauer zu überraschen, zu rühren oder einfach zum Lächeln zu bringen. Natürlich geht es immer auch um die eigenen Produkte oder einfach darum, im Gespräch zu bleiben. Trotzdem gehören die Weihnachts-Clips irgendwie zur Weihnachtszeit dazu. Seht sie euch an. Es lohnt sich!